Zeichnen lernen

In der Bildhauerwerkstatt an der Uni sitzen sich die Studierenden paarweise gegenüber. Während eine möglichst unbeweglich stillhält, nimmt die andere mit Augen und Bleistift maß. „Hier wird das Zeichnen von der Pike auf mit alle Tricks und Kniffen gelernt“, erklärt die Lehrbeauftragte Dina Koper, Kunstvermittlerin und selbst Künstlerin. „Viele Menschen bleiben in jungen Schuljahren mit dem Zeichenrepertoire stehen und trauen sich nichts mehr zu. Wir aktivieren hier die Kreativität und bringen das Handwerk des Zeichnens bei.“ Die Praxiskurse sind ausgebucht, auch deshalb, weil der Umfang der praktischen Angebote an der Uni recht übersichtlich ist. Weiterlesen

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Inklusion im kulturellen Feld

Inklusion heißt Gesellschaft neu denken und Themen vermitteln.
Im Seminar ALL INCLUSIVE: Inklusion im kulturellen Feld der Stadt Bremen. Ausstellen können wir alle! erhalten Studierende die Möglichkeit sich in einem experimentellen Ausstellungsprojekt  mit diesen Themen intensiver zu befassen. Dabei sehen und diskutieren sie multimedial über Kunst im öffentlichen Raum, über Dokumentationen internationaler Ausstellungen und Inszenierungen und verlassen  die Grenzen des Campus, um bis in das Herz der Stadt vordringen.

Regelmäßige Gäste, die Lehrbeauftragter und Kulturvermittler Heiko Pfreundt einlädt, weiten den Blick. Diskussionen inclusive!

 

So nah und fremd

„Kreatives Schreiben in Museen“ war im Hafenmuseum und hat sich die Ausstellung von Knut Lagies und Eva Matti angesehen. Beide Künstler führen auch einen Blog über die Entstehung der Ausstellung. Malerei und Videoinstallationen regten an, in andere Welten literarisch einzutauchen und Nahes und Fremdes zu erschreiben. Zu ausgewählten Kunstwerken wurde wieder 30 Minuten geschrieben, kurz überarbeitet und dann sofort gelesen. Heraus kamen erneut sehr unterschiedliche Texte, die die Vielfalt der Wahrnehmung spiegeln.
Handwerkliche Themen waren weiterhin „Verdichtung“ und „Reflexion“, ebenso wie die „Kurzgeschichte“.
Die Texte werden nun für eine Lesung zusammengestellt, die am 14. Januar um 17 Uhr  im Hafenmuseum stattfinden wird.

Nachfolgend eine erste Auswahl an Texten: Weiterlesen

Texte aus der Weserburg

Schwontkowski PAUSE
Norbert Schwontkowski: Pause

 …Und schon wieder eine Gruppe pseudointellektueller Künstler.

Hallo, nehmen Sie Platz, starren Sie mich an. Aber gehen Sie davon aus, dass ich zurück starre – eindringlicher und unablässiger als Sie jemals starren könnten. Im Gegensatz zu Ihnen verliere ich nämlich keine wertvollen Millisekunden durch Zwinkern und Blinzeln, genau genommen verliere ich überhaupt keine Zeit, ich habe nämlich keine. Oder haben Sie keine? Sie haben 5 Minuten Zeit, um über einen Augapfel auf einem Stuhl nachzudenken. Ich gebe Ihnen eine kleine Hilfe bei Ihrer Gedankenfindung und zitiere einen modernen Philosophen unserer Zeit (oder ist es die Ihrige?): Weiterlesen

Vis-à-vis – Kunst zum Querdenken

In der Kunsthalle Bremen hängt zeitgenössische Fotografie neben Werken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Warum? Was passiert, wenn die Kunst von Heute auf die Kunst von Einst trifft?
Drei Räume werden in dem Seminar „Was macht die Kunst?“ zu unserem Untersuchungsfeld. Zwischen alten Meisterwerken werden die Arbeiten von Wolfgang Tillmans, Corinne on Gloucester Place, 1991, von Hiroyuki Masuyama Felsental (Das Grab des Arminius) 1813-14, 2007 und von Jörg Sasse, 6951, 2001 genauer ins Auge gefasst. Schnell wird klar, dass sich Altes und Neues nicht einfach nur gegenüber steht, sondern in Dialog miteinander tritt. Vertrautes, aber auch Fremdes und Widersprüchliches tritt so zu Tage.

Masuyama

Masuyama

 

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Texte aus der Städtischen Galerie

Am Dienstag, 12. November, besuchten wir die Städtische Galerie im Buntentor und sahen die Ausstellung „West To West“ von Owusu-Ankomah & Friends an. Heraus kamen erneut unterschiedliche Texte, zum Teil verdichtet, die den Gefühlsimpuls literarisch widerspiegeln, der beim Betrachten entstand.

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Werner Büttner

 Bierfalle

Büttner- Bierfalle
Bierfalle, 1990

„Endlich Feierabend“, denkt Hans-Jürgen, als seine Taschenuhr nach einem gefühlt zweieinhalbwöchigen Arbeitstag in der Anwaltskanzlei Schreiber&Thienemann, wo er als Sekretär arbeitet, endlich 18 Uhr anzeigt.
Als er vor vier Jahren sein Jurastudium abgeschlossen hatte, war er voller Elan gewesen und hatte all seinen Freunden davon erzählt, wie er bald die spannendsten Fälle vor Gericht vertreten und jedes Wochenende dekadente High-Society-Parties in seiner Penthousewohnung geben würde. Weiterlesen

„Erstaunlich, welch unterschiedliche Texte herauskommen…“

Im letzten Seminar „Kreatives Schreiben im Museum“ begleitete uns der Redakteur Matthias Sander vom Weserkurier, während wir in der Weserburg zu den Bildern von Werner Büttner und Norbert Schwonkowskis schrieben. Heute, am 4. November, war darüber in der Rubrik Kultur im Weser Kurier zu lesen:

„… An einem Dienstagnachmittag in der Weserburg… die Gruppe schaut sich die Retrospektive „Gemeine Wahrheiten“ über das spöttisch-ironische Werk von Werner Büttner an. Die Studenten sollen sich ein Bild aussuchen und eine „Ultra-Short-Story“ schreiben. Thema: Was geschah, bevor die Situation auf dem Bild eintrat?
Eine halbe Stunde später lesen die Studenten ihre Texte vor… Es ist schon erstaunlich, welch unterschiedliche Texte herauskommen…“

Fotos: Samira Kleinschmidt

Kunst en passent. Ein Stadtspaziergang

Stadtspaziergang

31. November 2013, hektisches Treiben in der Innenstadt: Neben Fußgängern, Fahrradfahrern und Straßenbahnen sorgen der Lärm der Baustellen und blinkende Leuchtreklamen für ein bewegtes Stadtbild. Was können und wollen wir neben dieser urbanen Choreografie noch wahrnehmen? An diesem Seminartermin von „Was macht die Kunst?“ betrachten wir die Ränder unseres Aufmerksamkeitsbereichs etwas genauer – Werke von Per Kirkeby, Hein Sinken, Stephan Balkenhol, Jochen Gerz, u.a.
Wer hat sie zuvor gesehen – und sie auch als Kunstwerke wahrgenommen?

Welchen Herausforderungen sich Werke im öffentlichen Raum stellen müssen und welche Bedeutung sie für die unmittelbare Umgebung haben, ist Gesprächsstoff bei diesem Treffen.