„Stille Post“ mit George Minne I

Das Seminar „Was macht die Kunst?“ besuchte das Gerhard Marcks-Haus in Bremen und sah sich die Ausstellung „George Minne – Anfang der Moderne“ an. Dabei zeichneten  die Studierenden die Skulpturen auf ein leeres Blatt in der äußeren Form nicht einfach nach, sondern suchten die Stellen zu kennzeichnen, in denen sich Gefühlsausdruck niederschlägt, sei dies Schwere, Schmerz, Leichtigkeit oder anderes.

Das Seminar „Kreatives Schreiben in Museen“ erhält diese Blätter und wird diese nun vertexten, bevor es selbst im Januar in die Ausstellung zu George Minne geht. Die Texte und Textfragmente werden von den Studierenden direkt in die farbigen Blätter geschrieben. Hier sind die Zeichnungen des ersten Schrittes zu sehen:

Das Gerhard Marcks-Museum schreibt über den Künstler:

George Minne (1866–1941) gilt als der Entdecker des Ausdrucks und zählt zu den einflussreichsten Bildhauern des Fin de Siècle, jener Zeit, die gleichzeitig geprägt war von Aufbruchsstimmung, Weltschmerz und Dekadenz. Minnes Kunst spielt für den aufkommenden Expressionismus eine entscheidende Rolle, weil seine Formensprache eine überzeugende Alternative zum vorherrschenden Naturalismus bot. Das Gerhard-Marcks-Haus widmet dem belgischen Künstler nach mehr als 50 Jahren nun eine umfassende Einzelausstellung in Deutschland.

Im Zentrum der Bremer Schau steht die menschliche Gestalt als Ausdrucksträger. Zu sehen sind nicht nur Minnes knabenhafte, zarte Jünglingsfiguren, die Schmerz, Einsamkeit und Trauer ausstrahlen. Eine Neuentdeckung sind die Mutter-Kind-Skulpturen aus seinen letzten Schaffensjahren. Erstmalig thematisiert eine Ausstellung seinen radikalen stilistischen Wandel, mit dem sich Minne konsequent dem Streben nach einer monumentalen Ausdrucksform anschloss.

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