Zu Gast bei Benjamin Beßlich

Die Atelierräume erinnern an ein gut strukturiertes Experimentallabor. Materialproben und Versuchsmodelle sind auf Regalen und Arbeitstischen aufgebaut: Glas, Wachs, Ton, Petrischalen, Zeichnungen… Die minimale Unrodnung wirkt sympathisch und passt zu der Gastfreundschaft Benjamin Beßlichs. 

Ein Kasten-Objekt mit vielen Gucklöchern weckt unsere Neugierde. Als wir hindurch schauen, verstärkt sich unser erster Eindruck von einem „Labor“, denn hier finden wir die weißen Mäuse.
Wunderlich, beinah wie eine wissenschaftliche Versuchsanordnung wirken auch die vielen kokonähnlichen, ballongroßen Skulpturen, die unter der Decke zu schweben scheinen. In ihrem Inneren bewahren sie abgeschlossen von der Außenwelt, kleine Miniturwelten, die eine eigenständige Existenz führen. Benjamin Beßlich verrät uns, dass hier einst Leben aus einem einfachen Grashalm und etwas Wasser entstanden ist. Je länger wir uns im Atelier umschauen, desto klarer wird: Hier werden nicht die gleichen Ansprüche wie die eines Wissenschaftlers verfolgt. Vielmehr forscht Benjamin Beßlich mit ästhetischen Mitteln nach dem Sichtbaren im Unsichtbaren. Alles dreht sich bei ihm um die Natur und um unser Verhältnis zu ihr. Im poetischen Nachsinnen über seine Werke und über die Frage
„Was macht die Kunst?“ gehen wir im Kopf ganz ähnliche Gänge, wie die Schmetterlingsraupe im Distelblatt (s. Werkreihe „Ausgeschlüpft“, 2008).

http://www.benjamin-besslich.de/

 

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