Paula Modersohn-Becker-Museum

Das Paula Modersohn-Becker-Museum in Bremen gehört zur Stadt wie der Roland oder der Dom. Die Malerin, die im nahen Worpswede lebte und Anfang des vergangenen Jahrhunderts verstarb, war eine Wegbereiterin der Moderne. Wir besuchten das Museum in der Böttcherstraße, nahmen einige ihrer Bilder als Vorlage und schrieben unsere Texte.

Moderson-Becker_-_Selbstbildnis_mit_zwei_Blumen_in_der_erhobenen_linken_Hand_-_1907

Selbstbildnis mit Blumen von Paula Modersohn-Becker
Text von Luisa Chilinski

Mit Augen treu wie Muscheln
geradeausgeblickt
schwarze Monde in meinem Kopf
blicke ich dir entgegen,
die du kilometerweit entfernt,
hunderte.

Nicht hier bist du
und doch bei mir

Ich blicke dich an und
erwarte Antwort
Ich blicke dich an und
erwarte Verzeihn
stumm erzähle ich dir alles
Ich blicke dich an und
weiß, wir schwimmen nicht mehr

Mit stolzen Wangen
erinnern meine Monde
schwelge ich
und stehe stark
und reuelos vor dir,
die du kilometerweit entfernt,
hunderte.

Heut ist dein Geburtstag
ich vergesse dich nicht
und uns, wie es immer hätte sein sollen.

Wenn ich auf die Tiefen unseres Ozeans zurückblicke,
dann frage ich mich
wie kann es sein, dass wir
hier oben leben, doch an
andern Horizonten

Unser Universum scheint verglüht
Synthese gebrochen
Schlösser zerfallen

Meine Liebesröte strahlt
dich rührend an

dies will ich dir reichen
Heut ist dein Geburtstag
und ich vergesse dich nicht

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