Zeitgenössische Kunst – eine paradoxe Welt von Widersprüchen?

Vom Umgang mit den Risiken und Nebenwirkungen von sich widerstreitenden Formen im Ausstellungskontext

Zeit: donnerstags von 15.00–18.00 Uhr
Ort: Museen / Ateliers in Bremen
Erstes Treffen: 19.10.2017 um 15.00 Uhr, Weserburg
Lehrende: Meike Su
Anmeldung: über Stud.IP

3 SWS / 3 CPs

Die Malerei ist tot! Kunst = Leben! Es lebe: Konzeptkunst, Land-Art, Performance-Art, Fluxus!
Die Avantgarden im letzten Jahrhundert haben mit verschiedenen Idealen (und Utopien) versucht, die Fesseln der Tradition zu zerschneiden und den Kanon in der Kunstgeschichte zu sprengen. Mittels Hinterfragen des Kunstbetriebs bzw. des Geniebegriffs wurden neue künstlerische Ausdrucksformen entwickelt, die nicht selten auch dem Ausstellungsraum den Rücken kehrten. Künstlerinnen und Künstler gaben sich nonkonform und kämpferisch, ihre Werke waren oft laut, widerständig, teils schwer zugänglich und oft entzogen sie sich einem rein kontemplativen Zugang.
Aber was geschieht, wenn die revolutionären Ideen (doch) Einzug in die Museen halten? Einmal auf der klassisch weißen Ausstellungswand gebannt… Was bleibt vom provokativen Potential der Konzepte, der verstörenden Unmittelbarkeit der Aktionen und dem Aspekt des Flüchtigen in Werken, die sich dem musealen Anspruch von Dauerhaftigkeit widersetzen?
Gescheitert – oder sich behauptend? Im Seminar untersuchen wir, wie Werke heute gelesen werden und welche Rolle dabei die Inszenierung im Raum spielt. Im Fokus steht die Frage, ob am Ende jede Revolution vom System Museum nach Schulen, Stilen und Methoden geordnet und damit quasi der künstlerische Gehalt „weichgespült“ wird oder ob die Wirkmächtigkeit der Ideen auch durch die museale Präsentation nicht weiter beeinträchtigt werden kann bzw. diese von den Ausstellungsmacherinnen und -machern bewusst unterstützt werden.
Für diesen Zweck unternehmen wir verschiedene Exkursionen in unterschiedliche Ausstellungshäuser.

Die Lehrveranstaltung wird von der Kunstvermittlerin Meike Su gelehrt.

 

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3 Gedanken zu „Zeitgenössische Kunst – eine paradoxe Welt von Widersprüchen?

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  3. Pingback: Nächste Runde für “Culture4all” an der Uni Bremen | Anke Fischer

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