Unterwegs in Museen und Ateliers

Gibt Kunst genügend Impulse, um daraus kreativ, also literarisch zu schreiben? Lässt sich aus  formaler, expressiver oder auch minimalistischer Kunst eine Form von literarischen, poetischen oder reflektiven Texten schreiben, die allein für sich stehen können? Ja und nein. Wir besuchten zahlreiche Museen und Ateliers in Bremen, trafen Künstlerinnen, sprachen mit ihnen über Leben & Kunst und schrieben dann unsere Texte zu ihren Kunstwerken. Die Texte, direkt am Kunstwerk gelesen, ermöglichten einen neuen Blick auf die Werke. Manche der Gedichte, Geschichten und Reflexionen können alleine stehen, manche benötigen die Vorlage, um zu wirken. Aber stets wurden die Kunstwerke um eine Dimension erweitert – um die direkte Wahrnehmung der Leser- und ZuhörerInnen.  Weiterlesen

Bilder von Melissa Chelmis

Mit dem Seminar „Kunst und Kreatives Schreiben“ besuchten wir die Ausstellung der Bremer Künstlerin Melissa Chelmis in den Räumen des Fin-Netz in Findorff. 
Melissa Chelmis ist Theaterpädagogin und Malerin. Als Untergünde nimmt sie alte Truhendeckel, Rückseiten von Schubladen, Tücher und immer wieder Holz. Ihre Figuren erzählten uns Geschichten, die wir vor Ort erschrieben und lasen. 

Mehr über Melissa Chelmis gibt es auf ihrer Homepage: Melissa Chelmis

Die ersten Texte: Weiterlesen

Paula Modersohn-Becker-Museum

Das Paula Modersohn-Becker-Museum in Bremen gehört zur Stadt wie der Roland oder der Dom. Die Malerin, die im nahen Worpswede lebte und Anfang des vergangenen Jahrhunderts verstarb, war eine Wegbereiterin der Moderne. Wir besuchten das Museum in der Böttcherstraße, nahmen einige ihrer Bilder als Vorlage und schrieben unsere Texte.

Moderson-Becker_-_Selbstbildnis_mit_zwei_Blumen_in_der_erhobenen_linken_Hand_-_1907 Weiterlesen

Kreativ geschrieben

Am vergangenen Dienstag besuchte das Seminar „Kunst und Kreatives Schreiben“ die Bremer Künstlerin Andrea Imwiehe und schrieb über die Bilderserie „Mangelware“.
Die Künstlerin erzählte uns über Ursprung und Technik der Bilder, die Art der Gestaltung und auch etwas über ihr Anliegen.
Letzteres interpretierten wir in unseren Texten neu und erarbeiteten eigene Geschichten.

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Was ist Zeit?

Versatzstücke von Kalendern ließen die Studierenden im Neuen Jahr zum Stift greifen und sich schreibend mit der Frage auseinander setzen „Was ist Zeit?“

Was ist Zeit

Impulse dazu lieferten 400 kg Kalenderblätter, aufgereiht in einer sich quer durch den Raum spannenden Linie. Die benutzten und entsorgten Kalender werden von der Künstlerin Franziska Keller in ihrer Installation in die Gegenwart zurückgeholt. Die aufgereihten Kalenderblätter drücken, als geballtes Hier und Jetzt, gegen die Wände nach außen und versuchen so, ihre Existenz zu sichern.
Die Texte der Studierenden griffen diese sichtbare Vergangenheit auf und transformierten sie in literarisch-philosophische Betrachtungen. Weiterlesen

Zu Besuch bei Anja Fußbach

Im Güterbahnhof Tor 46 öffnete sich uns, dem Seminar „Kreatives Schreiben in Museen und Ateliers“, die Welt der Künstlerin Anja Fußbach. Ihre Arbeiten verweigern sich dem Kunstbegriff der „Hochkultur“ und fordern die Betrachter*innen auf, nicht auf bekannte Denkweisen zurückzugreifen, sondern selbst zu interpretieren.

Anja Fußbach wollte nie dem klassischen Kunstbegriff folgen oder sich in Wertungsraster einsortieren lassen. Vielmehr versucht sie, ihre inneren Bilder, Ideen oder Themen in die Realtität zu bringen, sucht nach dem passenden Material und der geeigneten Umsetzung.

Wir betrachten staunend die Skulpturen, Stickbilder und Anordnungen… und schreiben später unsere eigenen Texte…

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Lesung in der Weserburg am 2. Dezember

Am kommenden Dienstag, 02. Dezember 2014, 18 Uhr lesen Studierende aus dem Seminar „Kreatives Schreiben in Museen“ ihre Texte in der Weserburg.

Von Mondsein bis Spiegelstück | Studierende lesen vor Kunstwerken

Literarische Reflexionen, Kurzgeschichten und Lyrik – Studierende der Universität Bremen nahmen Kunstwerke der Ausstellung „Existenzielle Bildwelten“ als Inspiration für eigene, literarische Werke. Entstanden sind die Texte im Seminar „Kreatives Schreiben in Museen, Sammlungen und Ateliers“ der Autorin Anke Fischer. Die Studierenden besuchten innerhalb der Veranstaltung zahlreiche Ausstellungen in Bremen und ließen sich von der Kunst anregen. Die kurzen Geschichten rücken jedes Kunstwerk in ein anderes Licht und spiegeln die Vielfalt der Wahrnehmungen und Deutungen. Bei der Lesung in der Weserburg „wandeln“ die Studierenden mit ihrem Publikum von einem Kunstwerk zum nächsten und lesen direkt vor Ort.
Eintritt frei.

Was wird zu hören sein?
Zum Beispiel das:

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Schreiben im Gerhard-Marcks-Haus

Nach der Natur.
Strategien der Natur in der zeitgenössischen Bildhauerei

Die Ausstellung »Nach der Natur« zeigt einen besonderen Aspekt der Auseinandersetzung mit Natur. Sie geht dabei der Frage nach, wie sich Bildhauer Natur zunutze machen, welche Strategien der Natur entlehnt werden und in den künstlerischen Prozess einfließen?

Im Seminar „Kreatives Schreiben“ nutzten wir die Objekte als Impulse für Monologe und ein Märchen – passend zur „Wolke“.

Die Ausstellung läuft noch bis 4. Januar 2015: zum Gerhard Marcks Haus

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Texte aus der Weserburg II

Boxi: „In the Beginning“ (2008)

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in the beginning

Es liegt eine beschwerliche Reise hinter mir. Über Berge bin ich gestiegen, manche groß wie der Mond. Ich habe tiefe, dunkle Schluchten und weite Flüsse überquert. Meine Gedanken waren stets bei dir. Ohne die Hoffnung, bald mit dir von diesem grausamen Planeten zu verschwinden, hätte ich mich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt. Ich hätte einfach gewartet bis sie mich finden und wäre wie alle Menschen, die nicht privilegiert waren, auf diesem verlausten Planeten gestorben. Du sagtest, ich könnte mit dir kommen, du würdest dich um alles kümmern.

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