Rundgang durch die Weserburg

Culture4all besuchte am vergangenen Donnerstag die Weserburg Museum für moderne Kunst in Bremen. Alle Studierenden von Culture4all konnten teilnehmen. Meike Su führte durch das Haus und zu vielen spannenden Kunstwerken. Vor allem unter dem Dach hörten und sahen die Studierenden neue Räume und diskutierten über Wahrnehmungen und Interpretationen. Eine interessante Kurzreise durch die moderne Kunst!

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Lesung in der Weserburg am 2. Dezember

Am kommenden Dienstag, 02. Dezember 2014, 18 Uhr lesen Studierende aus dem Seminar „Kreatives Schreiben in Museen“ ihre Texte in der Weserburg.

Von Mondsein bis Spiegelstück | Studierende lesen vor Kunstwerken

Literarische Reflexionen, Kurzgeschichten und Lyrik – Studierende der Universität Bremen nahmen Kunstwerke der Ausstellung „Existenzielle Bildwelten“ als Inspiration für eigene, literarische Werke. Entstanden sind die Texte im Seminar „Kreatives Schreiben in Museen, Sammlungen und Ateliers“ der Autorin Anke Fischer. Die Studierenden besuchten innerhalb der Veranstaltung zahlreiche Ausstellungen in Bremen und ließen sich von der Kunst anregen. Die kurzen Geschichten rücken jedes Kunstwerk in ein anderes Licht und spiegeln die Vielfalt der Wahrnehmungen und Deutungen. Bei der Lesung in der Weserburg „wandeln“ die Studierenden mit ihrem Publikum von einem Kunstwerk zum nächsten und lesen direkt vor Ort.
Eintritt frei.

Was wird zu hören sein?
Zum Beispiel das:

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Texte aus der Weserburg II

Boxi: „In the Beginning“ (2008)

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in the beginning

Es liegt eine beschwerliche Reise hinter mir. Über Berge bin ich gestiegen, manche groß wie der Mond. Ich habe tiefe, dunkle Schluchten und weite Flüsse überquert. Meine Gedanken waren stets bei dir. Ohne die Hoffnung, bald mit dir von diesem grausamen Planeten zu verschwinden, hätte ich mich keinen Zentimeter von der Stelle bewegt. Ich hätte einfach gewartet bis sie mich finden und wäre wie alle Menschen, die nicht privilegiert waren, auf diesem verlausten Planeten gestorben. Du sagtest, ich könnte mit dir kommen, du würdest dich um alles kümmern.

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Texte aus der Weserburg

Michael Schmeichel, OT, Öl auf Leinwand

Michael Schmeichel

Auf wilden Schwingen fliegt eine ausgebrannte Seele. Taumelnd.
Nach unten?
Nach oben?
Dem Ende entgegen.
Glücklich. Euphorie und Erlösung beflügeln sie.
Die Vergänglichkeit umarmend zerfließt sie in Freiheit.
Die Zeit vergisst zu existieren.
Die Seele setzt sich zum Tee in Tante Annes gemütlicher Stube.

Enibbu

Alica Kwade, Küchenuhr Spiegel

Weserburg 4

Klein, rund und auf Augenhöhe. Tick tack tick tack tick tack.
Spiegelung auf Zifferblatt. Tick  tack tick tack tick tack.

Selbstreflexion der Zeit, tick, Vergänglichkeit, tack.
Das eigene Gesicht rund wie die Uhr tick tack.

Die Zeit in mir. Wie lang sind wir? Tick tack.

Enibbu

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Hermann Nitsch: Relikt der 50. Aktion (1975), Blut auf Leinen

Hermann Nitsch

Leben und Tod.
Angst und Frieden.
Der tiefe Schatten spiegelt
die Helle und wieder von vorn.
Das Leuchten des Lichts nimmt der Dunkelheit
nichts.
Pass auf, oh schönes wahres Leben!
Der Tod frisst dich auf.
Verschmutzt dein Bild mit seinen Flecken.
Das Finstere jedoch hat längst nicht gewonnen.
Hat doch das Sein mehr Raum.
Trotz beißender Furcht vor der Antwort frage ich euch:
Wer wird der Sieger sein?
Beim Fechten um des Sinnes Willen?
Und noch bevor ihr erwidert wende ich ein:
Ist es gar kein Gegenüber ist es eher ein
Hand in Hand
Miteinandersein?

A.

Start der Veranstaltungen

In dieser Woche begannen die Kurse bei Culture4all:

Montags: Gezeichnet
Dienstags: Kreatives Schreiben & Philharmonic4all
Donnerstags: Was macht die Kunst? & Performance Studies
Freitags: Historische Ausstellungen

In einigen Kursen sind noch Plätze frei und können gebucht werden bei Stud.IP

Hier erste Eindrücke aus dem Seminar:
„Kreatives Schreiben in Museen“ beim Besuch und Schreiben in der Weserburg Bremen.

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Texte aus der Weserburg

Schwontkowski PAUSE
Norbert Schwontkowski: Pause

 …Und schon wieder eine Gruppe pseudointellektueller Künstler.

Hallo, nehmen Sie Platz, starren Sie mich an. Aber gehen Sie davon aus, dass ich zurück starre – eindringlicher und unablässiger als Sie jemals starren könnten. Im Gegensatz zu Ihnen verliere ich nämlich keine wertvollen Millisekunden durch Zwinkern und Blinzeln, genau genommen verliere ich überhaupt keine Zeit, ich habe nämlich keine. Oder haben Sie keine? Sie haben 5 Minuten Zeit, um über einen Augapfel auf einem Stuhl nachzudenken. Ich gebe Ihnen eine kleine Hilfe bei Ihrer Gedankenfindung und zitiere einen modernen Philosophen unserer Zeit (oder ist es die Ihrige?): Weiterlesen

Werner Büttner

 Bierfalle

Büttner- Bierfalle
Bierfalle, 1990

„Endlich Feierabend“, denkt Hans-Jürgen, als seine Taschenuhr nach einem gefühlt zweieinhalbwöchigen Arbeitstag in der Anwaltskanzlei Schreiber&Thienemann, wo er als Sekretär arbeitet, endlich 18 Uhr anzeigt.
Als er vor vier Jahren sein Jurastudium abgeschlossen hatte, war er voller Elan gewesen und hatte all seinen Freunden davon erzählt, wie er bald die spannendsten Fälle vor Gericht vertreten und jedes Wochenende dekadente High-Society-Parties in seiner Penthousewohnung geben würde. Weiterlesen

„Erstaunlich, welch unterschiedliche Texte herauskommen…“

Im letzten Seminar „Kreatives Schreiben im Museum“ begleitete uns der Redakteur Matthias Sander vom Weserkurier, während wir in der Weserburg zu den Bildern von Werner Büttner und Norbert Schwonkowskis schrieben. Heute, am 4. November, war darüber in der Rubrik Kultur im Weser Kurier zu lesen:

„… An einem Dienstagnachmittag in der Weserburg… die Gruppe schaut sich die Retrospektive „Gemeine Wahrheiten“ über das spöttisch-ironische Werk von Werner Büttner an. Die Studenten sollen sich ein Bild aussuchen und eine „Ultra-Short-Story“ schreiben. Thema: Was geschah, bevor die Situation auf dem Bild eintrat?
Eine halbe Stunde später lesen die Studenten ihre Texte vor… Es ist schon erstaunlich, welch unterschiedliche Texte herauskommen…“

Fotos: Samira Kleinschmidt

Kreatives Schreiben in der Weserburg

Gestern ging das Seminar „Kreatives Schreiben in Museen“ in die Weserburg. Die knapp 20 Studierenden besahen sich ausführlich alle Etagen und schrieben dann zu Werken von Schwontkowski, Spoerri und Co. Mittels kleiner Impulse sowie vorgegebener Formen oder Satzanfänge entstanden spannende und ehrliche, zuweilen ebenso urig-komische Texte, die demnächst hier zu lesen sind. Nachfolgend erste Eindrücke des Nachmittages: