Ein Versuch gegen die blinden Flecken

Ist Deutschlands Kolonialzeit Schnee von gestern, oder finden sich auch heute noch Spuren rassistischer Sichtweisen in unserem Alltag? Und inwieweit ist das koloniale Erbe in einer Sammlungspräsentation wie der der Kunsthalle Bremen noch präsent?
Über zwei Termine untersuchen wir im Seminar „Zeitgenössische Kunst – eine paradoxe Welt von Widersprüchen?“ die Werke in der ständigen Sammlung, die Ausstellung „Fernando Bryce. Unvergessenes Land“ sowie „Der blinde Fleck – und die Kunst in der Kolonialzeit“. Welche Erzählung wird wie und für wen konstruiert? Was wird verschwiegen? An welchen Stellen gibt es visuelle Stolperstein, die unsere Wahrnehmung von ungleichen Machtverhältnissen schärfen können?
In Gesprächen dekonstruieren wir die (unbewussten) rassistischen Strukturen im Ausstellungsdisplay, entdecken aber auch Risse, die das Haus in den letzten Jahren selbst produziert hat, um mit der Fortsetzung dieser Erzählung zu brechen und damit das Widerstandspotential gegenüber den hegemonialen weißen Strukturen zu fördern. Dennoch, nach diesen Besuchen muss die Frage gestellt werden: Wann war/ist/wird sein „ein Museum für Alle!“? 

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Offene Workshops mit All Inclusive

Im Projekt „ALL INCLUSIVE“ erarbeiten zehn Studierende Ausstellungskonzepte für den Marktplatz der Stadt Bremen und holen sich dazu die Erfahrungen der unterschiedlichsten Expert_innen zum Thema „Öffentlicher Raum“ hinzu.

Wir (das Studentenwerk Bremen, das Culture4all-Projekt „ALL INCLUSIVE“ und das Ausstellungsprojekt „Hindernisparcours Universität“) laden Studierende, Angestellte, Lehrende und Interessierte herzlich ein, an diesen Expert_innengesprächen teilzunehmen und freuen uns über Anregungen, Gespräche und Impulse.

Termine, jeweils montags im GW2, Raum B3790: Weiterlesen