Gezeichnet!

Im Seminar „Gezeichnet – Künstlerisch praktische Arbeit im Atelier und in Auseinandersetzung mit Originalen“ widmen sich die Studierenden dem Handwerk des Zeichnens und probieren die verschiedenen Stile und Möglichkeiten aus. Dina Koper vermittelt die Grundlagen des Sehens und des Zeichnens und erzählt über Hintergründiges und Historisches: Wer durfte zeichnen und wie entwickelte sich die Theorie? Was ist heute interessant und warum?  Weiterlesen

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Ausstellung mal anders!

Im Seminar „Spielwiese Kunstbetrieb? Einblicke hinter die weißen Wände“ haben wir in den unterschiedlichen Kultureinrichtungen verschiedene Abteilungen kennengelernt (Weserburg: Gegenwartskunst und konservatorische Fragestellungen; Kunsthalle Bremen: Strategien der Kunstvermittlung; Kulturkirche St. Stephani: Zusammenspiel Raum – Werk – Betrachter; Städtische Galerie und Galerie Mitte: Der kuratorische Blick, u.v.m.). Die Gespräche vor Ort mit einer Restauratorin, mit Kunstvermittlerinnen, mit KuratorInnen und KünstlerInnen drehten sich immer wieder um die Fragen: Was darf Kunst? Was kann Kunst bewirken? Wie weit darf Kunst gehen? Wie respektvoll oder wenig respektvoll gehen wir selbst mit Kunst um?
Um die gesammelten Informationen aus den Experten-Gesprächen noch einmal zu vertiefen und zu reflektieren, führte uns unser Seminarthema nach Hamburg ins Haus für aktuelle Kunst. In der Ausstellung FLORIAN SLOTAWA: STUTTGART SICHTEN geht es neben der Frage, was Skulptur heute alles sein kann, auch um das Bewusstmachen der musealen Aufgabe des Ausstellens. Von der These ausgehend, „Kunst als Mobilie“ zu verstehen, begeben wir uns auf ein Terrain, dass wir mit unserer Wahrnehmung, mit unseren Gedanken und Ideen, Beobachtungen und Zweifeln mitgestalten können. Was bedeutend und was nebensächlich ist, trägt nicht länger den Stempel des dauerhaften, sondern definiert sich temporär auf dem Spielbrett Ausstellungsdisplay – und muss damit immer wieder neu verhandelt werden.  

Urlaub am Meer

Welche Texte entstehen im Seminar „Kreatives Schreiben“?
Hier eine Geschichte von Moritz Dreyer zum Kunstwerk von Annemarie Strümpfler in der Städtischen Galerie in Bremen:

Land

Urlaub am Meer

Noch fünf, vier, drei, zwei Sekunden. Endlich! Feierabend! Bernd klappte das Notebook zu, dass er vorsorglich schon vor zehn Minuten begonnen hatte herunterzufahren und verstautes es in seiner Aktentasche. Er schloss den Reißverschluss seiner Jacke und verließ das Büro in Richtung Tiefgarage, wo sein mitternachtsblauer Mercedes-Benz GLE 63 Coupé bereits auf ihn wartete. Mit einem tiefen grollen rauschte es aus der Tiefgarage. Wenig später bog Bernd auf die Stadtautobahn ein, beschleunigte in unter vier Sekunden auf 150 km/h und in weiteren vier Sekunden auf Tempo 250. „Radio ein! Oh Gott, Helene Fischer!“ Schnell wechselte er zum IPod. „Was möchtest du hören Bernd?“, säuselte eine Frauenstimme aus den allgegenwärtigen Lautsprechern. „Irgendwas Indiemäßiges. Nur nicht diesen Schlagermainstream.“ Das Soundsystem folgte. Bernd folgte dem Navi und erreichte zwanzig Minuten später zu Klängen von Klangstof sein Eigenheim, wo seine Frau Claudia mit den beiden Söhnen Jann und Philipp bereits ungeduldig wartete. Claudias roter Porsche Cayenne stand bereits mit laufendem Motor im Carport. Sie hatte ihn gar nicht erst ausgemacht, nachdem sie Jann und Philipp vom Gymnasium abgeholt hatte. Das war vor einer halben Stunde gewesen. Bernd parkte und tauschte den Fahrersitz des GLE gegen den des Cayenne. „Da bist du ja endlich.“ Kuss. „Ging das nicht eher?“ „Sorry Schatz, man hat mich nicht eher raus gelassen. Na Jungs, alles klar da hinten?“ Keine Reaktion, dafür gedämpfte Töne, die unter massiven Beats-Kopfhörern hervordrangen. „Sie haben Kopfhörer auf Schatz, fährst du? Der Flug geht um 17 Uhr.“ Weiterlesen

Unterwegs mit dem Seminar „Kreatives Schreiben“

Seit Oktober besuchten die Studierenden des Seminars „Kreatives Schreiben“ Ausstellungen in zahlreichen Museen Bremens, darunter in der Weserburg | Museum für moderne Kunst, in der Kunsthalle, der Städtischen Galerie, dem Paula-Modersohn-Becker-Museum, allesamt Kooperationspartner des Modulverbundes Culture4all.

In den Ausstellungen sahen wir uns Kunstwerke an und gingen der Frage nach dem „Image &Prestige in der Kunst“ nach, dem Schwerpunktthema in diesem Semester.
Zahlreiche Texte entstanden, Reflexionen, literarische Texte, poetische Betrachtungen. Es wurde direkt am Kunstwerk geschrieben und dann ebenfalls gelesen. Spannend!

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Culture4all geht weiter

Mit dem Wintersemester 2018_19 ist auch wieder der Modulverbund Culture4all am Start! Wir freuen uns, erneut spannende Seminare rund um die Kultur Bremens anbieten zu können.

Schwerpunktthema in diesem Semester ist:
„Macht und Spiele. Prestige und Image im Kunstbereich“.
Erneut lehnt sich das Thema damit an die Verbundinitiative „Worlds of Contradiction“ der Universität Bremen an, allerdings mit der erweiterten Sichtweise: Prestige und Image. Die Seminare richten sich im Inhalt auf diesen erweiterten Schwerpunkt mit den verschiedenen Möglichkeiten der Darstellung und Interpretation aus.

Die meisten Seminare haben eine begrenzte TeilnehmerInnenzahl. In einigen gibt es noch freie Plätze. Welche Seminare stehen zur Verfügung?
Hier gibt es eine Übersicht!

Macht und Widerspruch

Die Lehrveranstaltungen in diesem Semester, die unter „Culture4all“ stattfanden, beschäftigten sich zu einem großen Teil mit dem Schwerpunkt „Macht und Widerspruch“.

Auch im Seminar „Kreatives Schreiben zu Kunstwerken“ schrieben die Studierenden zu diesem Thema. Nachfolgend eine Auswahl der dazu entstandenen Texte:

Immer geradeaus auf der schiefen Bahn,
Mit einem Schweigen schon zu viel gesagt.
Zu schnell zu viel gewollt, doch dafür nichts getan.
Schreibe Gesetze für die Anarchie,
Innerlich gespalten, durch die Grenzen, die man zieht
Und zu viel Zeit verschenkt an die Geister, die ich rief.
Hoffnung auf Veränderung durch Kontinuität,
den Weg zu kennen ohne zu wissen wo man steht.
Ein Tisch auf den man nichts legt, ein Stuhl auf dem man nur steht,
meine Sicht ist auf schiefe Weise geradewegs verdreht.
Strukturierte Freiheit in den Käfig wo ich leb‘.
Als Teil des Ganzen bist du niemals allein,
doch wer ist wirklich für dich da wenn du weinst?
Den verdorbenen Brei essen wir genüsslich auf
Und knipsen die Tageslichter aus,
Denn im Trauerspieltheater treten Hoffnungsschimmer auf. Weiterlesen

Von Klängen und Tönen

Vergangene Woche besuchte das Seminar „Philharmonic4all“ den berühmten Sendesaal Bremen. Bis heute nehmen hier MusikerInnen aus aller Welt ihre Platten auf. Die Studierenden erlebten erst ein „Konzert im Dunkeln“ mit dem Schweizer Stimmakrobaten Andreas Scherer, anschließend erzählte der Vorsitzende des Sendesaals, Peter Schulze, etwas über die Geschichte des Konzertraums, das besondere Gewebe an der Wand und die Magie des Klangs, die bis heute dort erhalten blieb.

Hier geht es zur Seite des Sendesaals: Sendesaal Bremen

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Ein Versuch gegen die blinden Flecken

Ist Deutschlands Kolonialzeit Schnee von gestern, oder finden sich auch heute noch Spuren rassistischer Sichtweisen in unserem Alltag? Und inwieweit ist das koloniale Erbe in einer Sammlungspräsentation wie der der Kunsthalle Bremen noch präsent?
Über zwei Termine untersuchen wir im Seminar „Zeitgenössische Kunst – eine paradoxe Welt von Widersprüchen?“ die Werke in der ständigen Sammlung, die Ausstellung „Fernando Bryce. Unvergessenes Land“ sowie „Der blinde Fleck – und die Kunst in der Kolonialzeit“. Welche Erzählung wird wie und für wen konstruiert? Was wird verschwiegen? An welchen Stellen gibt es visuelle Stolperstein, die unsere Wahrnehmung von ungleichen Machtverhältnissen schärfen können?
In Gesprächen dekonstruieren wir die (unbewussten) rassistischen Strukturen im Ausstellungsdisplay, entdecken aber auch Risse, die das Haus in den letzten Jahren selbst produziert hat, um mit der Fortsetzung dieser Erzählung zu brechen und damit das Widerstandspotential gegenüber den hegemonialen weißen Strukturen zu fördern. Dennoch, nach diesen Besuchen muss die Frage gestellt werden: Wann war/ist/wird sein „ein Museum für Alle!“? 

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Ausstellungsanalyse in Bremer Museen

Zwei Exkursionen sind im Seminar „Ausstellungsanalyse“ mit Dr. Sonja Kinzler bereits geplant: ins Krankenhausmuseum und in die Ostertorwache. Das sind kleine historische Dauerausstellungen, die wir mit unterschiedlichen Analyseansätzen möglichst umfassend durchleuchten wollen. Dazu zählen museologische und fachwissenschaftliche Fragen. Besonderes Augenmerk gilt außerdem den vielschichtigen Fragen nach Macht und Widerspruch, die wir in diesem Seminar besonders berücksichtigen – auf der Ebene der präsentierten Inhalte, aber auch auf der Ebene der Präsentationen selbst.

Das Krankenhausmuseum:
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Die Ostertorwache:

Kreativ in der Weserburg

Sich mit Hilfe des kreativen literarischen Schreibens der Kunst nähern und diese dabei neu zu interpretieren oder als Impuls zu nutzen – darum geht es im Seminar „Kreatives Schreiben zu Kunstwerken“. Arbeiten werden literarisch reflektiert, wobei neue Kunst entsteht in allen literarischen Formen, von Lyrik bis Prosa, vom Ich-Bericht bis zur Kurzgeschichte.
Hier waren wir in der Weserburg und schrieben eine kurze Geschichte zum „Poor Girl“ von Daniel Richter. Anschließend wird stets direkt am Kunstwerk gelesen, das sich mit jedem Text verändert…

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