Ein Versuch gegen die blinden Flecken

Ist Deutschlands Kolonialzeit Schnee von gestern, oder finden sich auch heute noch Spuren rassistischer Sichtweisen in unserem Alltag? Und inwieweit ist das koloniale Erbe in einer Sammlungspräsentation wie der der Kunsthalle Bremen noch präsent?
Über zwei Termine untersuchen wir im Seminar „Zeitgenössische Kunst – eine paradoxe Welt von Widersprüchen?“ die Werke in der ständigen Sammlung, die Ausstellung „Fernando Bryce. Unvergessenes Land“ sowie „Der blinde Fleck – und die Kunst in der Kolonialzeit“. Welche Erzählung wird wie und für wen konstruiert? Was wird verschwiegen? An welchen Stellen gibt es visuelle Stolperstein, die unsere Wahrnehmung von ungleichen Machtverhältnissen schärfen können?
In Gesprächen dekonstruieren wir die (unbewussten) rassistischen Strukturen im Ausstellungsdisplay, entdecken aber auch Risse, die das Haus in den letzten Jahren selbst produziert hat, um mit der Fortsetzung dieser Erzählung zu brechen und damit das Widerstandspotential gegenüber den hegemonialen weißen Strukturen zu fördern. Dennoch, nach diesen Besuchen muss die Frage gestellt werden: Wann war/ist/wird sein „ein Museum für Alle!“? 

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„Gezeichnet“ stellt in der Kunsthalle aus

Auch in diesem Jahr gibt es wieder das Seminar „Gezeichnet“ bei Culture4all.  In Kooperation mit der Kunsthalle dienen die Kunstwerke als Vorlage für eigene Zeichnungen der Studierenden. Das Ergebnis des Seminars aus dem letzten Wintersemester ist momentan bei der Kunsthalle im Südfoyer zu bewundern.

Fotos: Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

 

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„Gezeichnet“ stellt in der Kunsthalle aus

Die im Kurs „Gezeichnet“ entstandenen Arbeiten sind seit zwei Wochen im Südfoyer der Kunsthalle Bremen zu sehen, denn die Vorlage der meisten Bilder waren deren Originale. Das im Kurs erlernte Handwerk konnte also direkt umgesetzt werden.

Der Kurs fand innerhalb des Modulverbundes Culture4all statt und war schnell ausgebucht. Im kommenden Wintersemester wird „Gezeichnet“ ereut stattfinden. Informationen sind wie immer auf unserer Homepage zu finden:
Seminar „Gezeichnet“ an der Uni Bremen. Weiterlesen

Vis-à-vis – Kunst zum Querdenken

In der Kunsthalle Bremen hängt zeitgenössische Fotografie neben Werken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Warum? Was passiert, wenn die Kunst von Heute auf die Kunst von Einst trifft?
Drei Räume werden in dem Seminar „Was macht die Kunst?“ zu unserem Untersuchungsfeld. Zwischen alten Meisterwerken werden die Arbeiten von Wolfgang Tillmans, Corinne on Gloucester Place, 1991, von Hiroyuki Masuyama Felsental (Das Grab des Arminius) 1813-14, 2007 und von Jörg Sasse, 6951, 2001 genauer ins Auge gefasst. Schnell wird klar, dass sich Altes und Neues nicht einfach nur gegenüber steht, sondern in Dialog miteinander tritt. Vertrautes, aber auch Fremdes und Widersprüchliches tritt so zu Tage.

Masuyama

Masuyama

 

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Finissage in der Kunsthalle

Ein halbes Jahr hingen die Zeichnungen im Südfoyer der Kunsthalle Bremen. Am vergangenen Dienstag, 1. Oktober, fand die Finissage statt, bei der Interessierte und Studierende noch einmal die Werke betrachten konnten, die innerhalb des Kurses „Gezeichnet.“ entstanden waren. Sandra Kavazis begrüßte von Seiten der Kunsthalle die Gäste. Dina Koper, Lehrbeauftragte des Modules, freute sich mit ihren Studierenden über die Arbeiten.
Der nächste Kurs „Gezeichnet. Künstlerisch praktische Arbeit im Künstleratelier und in Auseinandersetzung mit Originalen“ startet am Montag, 14. Oktober, 10-13 Uhr.

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